In dieser Folge von „Auf zwei Bier“ sprechen wir über Fußball, Medienkonsum und kulturelle Unterschiede. Wir diskutieren nostalgisch über die Bedeutung der Bundesliga-Konferenz im Radio und die Veränderungen im Medienverhalten. Außerdem vergleichen wir die Samstagabend-Unterhaltung in Deutschland und Portugal und reflektieren, wie gemeinsame Fernseherlebnisse früher gesellschaftlichen Zusammenhalt schufen.
Shownotes:
Tödliches Spiel – Das Live-Krimi-Dinner
Transkription:
00:03
Henning, was höre ich denn da hinten?Was klappert und klingelt und murmelt da in deinem Hintergrund?
00:09
Ja, das ist die Fußball-Bundesliga-Konferenz. Die höre ich mir immer gerne irgendwie um diese Uhrzeit samstags an.
Wir sind nämlich heute bei einer ganz besonderen Uhrzeit und ja, das ist irgendwie immer noch, ja, Tradition irgendwie, ne?
00:28
Absolut. Die Bundesliga-Konferenz, da könnte ich Geschichten erzählen.
Das gibt’s gar nicht. Und es ist ja irgendwie anders, weil jetzt heutzutage konsumiert man ja Fußball vor allem über Pay TV. Du hast momentan ja auch, glaube ich, auch keinen mehr, oder?
00:46
Nee, leider bin ich zu arm geworden, dass ich mir jetzt irgendwie Sky leisten könnte.Deswegen, ähm …
00:54
Genau, ich bin ja übrigens nicht ganz so arm wie du, weil ich mir nämlich nie Sky geleistet habe.
01:00
Sondern du guckst das in irgendwelchen grauen Kanälen mit arabischen-
01:04
Bundesligakonferenz oder die portugiesische Liga wird ja auch immer live im Radio übertragen. Das ist irgendwie etwas, was mich emotional fast mehr mitnimmt als das Fußballschauen.
Aber über das und über diesen ganzen Ablauf, wie wir Medien konsumieren, würde ich sagen, sprechen wir einfach nach unserem Bier, oder?
01:26
Genau, über das, was uns beide emotional mitnimmt.
01:58
Eine neue Ausgabe „Auf zwei Bier“. Brandheiß und noch gar nicht fertig, denn wir sind noch direkt am Anfang.
Es geht los und wir reden heute über ein ganz besonderes Thema und ich rede natürlich nicht allein, sondern achtzig Prozent der Zeit redet mein geschätzter Kollege Tilo Wagner in Portugal. Hallo Tilo.
02:22
Hallo. Ja, das war gleich die Kritik am Anfang.
Das ist gut für alle, die noch nie gehört haben, damit die, äh, diesen Podcast gehört haben, damit sie sich gleich auf etwas einstellen können. Wollen sie achtzig Prozent Tilo Wagner, ja oder nein? Wenn nicht, dann schaltet ab oder an oder wie auch immer. Ja, Henning, an unserem längsten Tresen der Welt. Ich sitze in Portugal, du in Mainz in einer Dachstube und es ist eigentlich alles wie immer, außer dass wir die Uhrzeit heute mal ein bisschen vorverlegt haben, würde ich sagen. Sonst treffen wir uns ja immer Samstagabend eher und jetzt mal nachmittags. Was hat diese Uhrzeit jetzt auf deinen Bierkonsum … Äh, wie hat sich das ausgewirkt?
03:09
Das kann ich dir sagen, und zwar, äh, ja, die einen sagen negativ, die anderen sagen positiv, weil ich mir gesagt habe: „Also um die Urzeit zerre ich mir noch kein Bier rein. Deswegen gibt’s heute bei mir kein Bier, sondern Limo.
Und wie ist bei dir, Tilo? Du musst es jetzt natürlich rausreißen und musst ein Bier präsentieren, das unser beider würdig ist.
03:35
Ja, es ist ja jetzt, also die Bundesliga-Konferenz läuft. Es ist 17:06 Uhr jetzt gerade, in Portugal 16:06 Uhr und da gilt bei mir einfach die Regel: Kein Bier vor vier, aber jetzt ist es sechs nach vier und deshalb mache ich ein Bier auf.
So.
03:54
Da merkt man einfach, diese Laissez faire, die bei dir da unten …Klar.Auch wenn du nicht in Frankreich lebst, aber ja.
04:01
So ist es hier im Süden. So ist das im Süden.
Da muss man auch mithalten, weil normalerweise, ähm, wenn man morgens irgendwie in das eine oder andere Café in Lissabon geht oder so – mittlerweile gibt es das nicht mehr so häufig, mehr im Landesinneren – und da seinen Kaffee trinkt, da kommt halt auch mal ab und zu ein Bauarbeiter vorbei und bestellt erst mal ein Superbock und dann noch einen Schnaps hinterher und dann geht es mal auf die Baustelle. Also so läuft das in Portugal.
04:26
Ja gut, das kenne ich auch.Ja, das gibt’s auch in Deutschland.
04:29
Siehst du?Genau.Ja.Und, ähm-
04:31
Also das gibt’s nicht mehr, weil die Gewerkschaft, glaube ich, mittlerweile was dagegen hat, aber das gab’s auf jeden Fall früher mal, ja.
04:38
Da sind zu viele einfach runtergefallen dann.
04:40
Ja, mit einem Kasten Bier und so, ne, ist das nicht so einfach.Genau.
04:44
Ja, also ich habe was ganz Besonderes, weil du, ähm, ist das eine selbstgemachte Limo, deine, oder?
04:50
Natürlich.Ich trinke nur selbstgemachte Limos.Ich habe nur hier das Etikett draufgeklebt, einfach damit es so aussieht, als ob das eine Limo irgendwie aus dem Supermarkt wäre.
05:01
Okay, alles klar.
05:01
Nein, natürlich ist sie aus dem Supermarkt.Sie ist voll mit Zucker und äh …
05:07
Ja, das hat ja auch seine Vorteile, das mit dem Zucker, weil dann wirst du zumindest jetzt in den nächsten fünf, sechs Minuten wacher.Dann fällt aber dein Zuckergehalt ab und, äh-
05:16
Dann ist die Sendung auch vorbei.
05:17
Dann ist die Sendung heute auch vorbei. So, aber ich habe, weil du ja dich, ähm, rar machst bei unserer Bier-Vorstellung, was ja immer mal wieder passiert. Mal ist jemand krank, man will einfach kein Bier trinken, man hat da keinen Bock. Das lassen wir alles zu.
Wir sind keine Alkoholiker, sondern wir haben diese Sendung einfach nur so genannt, weil wir damit einen geselligen Moment, ähm, sagen wir mal, darstellen wollten. Und-
05:45
So.
05:46
Und so sieht es aus. Und das kann natürlich auch mit Tee passieren.
Ähm, ich habe aber trotz allem ein Bier mitgebracht, was jetzt das Ganze wieder total raushaut. Ähm, und zwar kein Super Bock, keine Angst. Ich habe mir was Besonderes überlegt, und zwar habe ich ein-Kastanien Craft Bier.
06:05
Oh mein Gott, was ist das?
06:07
Das ist, das ist was ganz Besonderes. Und zwar, ähm, war ich, ähm, auf einer, äh, kleinen Reportagereise im Norden Portugals unterwegs und, äh, Esskastanien werden dort angebaut und sind n ganz wichtiger Wirtschaftsfaktor, ja, der Region.
Und die Ernte ist im November, ähm, uuund wir waren da, haben die Ernte gedreht und haben dann mit n paar Leuten gesprochen. Und da war eben auch so n kleiner Markt, so wie n Weihnachtsmarkt, aber da ging es halt nicht Weihnachten, sondern die Kastanie. Gab s alles, was die Kastanie hergibt. Esskastanie ist ja jetzt nicht so n großes Thema in Deutschland, ne, aber in Porto, ja.
06:54
Boah, an Weihnachten vielleicht, oder?
06:56
Ja, genau. Also hier ist es so, dass am Sankt Martinstag, ähm, die Kids alle ne Kastanien mit in die Schule mitnehmen sollen, weil die werden da nämlich dann ge-, ins O-, ins Feuer geschmissen, äh, und dann auch wieder rausgeholt, ähm, oder in die Glut, sagen wir mal, und die Leute essen Esskastanien ohne Ende im November.
Das, äh, ist ne Tradition und es gibt ja auch in Lissabon oder in Porto diese, ähm, Kastanienbräter, die dann alles vollqualmen. Wenn die dann, ähm… Normalerweise fangen die immer n bisschen früher an, so Ende September, Anfang Oktober sieht man die schon. Und da frag ich mich immer, weil Klimawandel und so, ne, Anfang Oktober, Lissabon, das kann noch mal zweiunddreißig Grad sein.
Und dann so: „Ach ja, jetzt mal ein paar heiße Maronen. Das war doch nett, um uns ein bisschen aufzuwärmen.“ Da würde ich sagen, Thema verfehlt, oder?
07:50
Ja, so ein bisschen schon, aber ja, ich weiß nicht.Ich meine, du isst ja auch im Sommer warm, oder?So n, äh, keine Ahnung.
07:58
Stimmt.
07:59
Ne?Also …
08:00
Ja, er ist nicht nur kalt. Genau.
Ja, lange Rede, kurzer Sinn. Ihr seht schon, wo das mit den achtzig Prozent, wo das herkommt. Äh, ich mach jetzt mal dieses Bierchen auf. In diesem, in diesem Kastanien-Weihnachtsmarkt, da –
08:13
Das wäre nämlich jetzt der interessante Punkt ja eigentlich, ob, äh, sich das Bier wirklich nach Kastanie, nach Esskastanie- -so n bisschen, äh, schmeckt oder nicht.
08:24
Also ich schütt es jetzt hier ein. Das, das sieht, äh, von außen sehr nach Craft Beer aus. Ist ne ganze Menge Schaum drin. Also ich hab s jetzt auch schlecht eingegossen, aber ich glaub, ich muss jetzt erst noch mal vierzehn Minuten warten, bis der Schaum weg ist.
Mal gucken, ich trink es trotzdem schon mal. Hmm. Henning, ich stoß schon mal mit dir an.
08:43
Ja.
08:43
Auf deine Limo.Ja, ja.Also, hmm.Also es schmeckt auf jeden Fall nussig, ja.
09:03
Okay.(Sprecher 1 lacht) Also ist das Thema nicht komplett verfehlt, ja.
09:06
Nee, aber es schmeckt natürlich vor allem wie n Craft Beer, ist klar, ne. Also es, das- -es kann jetzt nicht nach Kastaniensaft schmecken.
Nee, ähm, aber es schmeckt nach Craft Beer, aber der Geschmack selbst, hmm …
09:22
Der trinkt jetzt schon die ganze, äh, Flasche.
09:25
Die trinke ich jetzt schon mal einfach so alle.
09:26
In den ersten zwei Mi-, in, in ersten zwei Minuten weg.
09:29
Ja, und dann ist die Sendung auch vorbei, würde ich sagen.
09:31
Ja, spricht auch f-, äh, so n bisschen natürlich für das Bier. Aber wir wollten ja eigentlich über was ganz anderes reden, und zwar über, äh, nicht nur über Fußball.
Um Gottes willen, jetzt nicht abschalten, sondern die Fußballbu-, äh, Bundesligakonferenz im Radio und natürlich auch unser Verhalten früher beim, beim Konsum von Medien und wie sich das verändert hat. Tilo, ähm, äh, wie war das bei dir früher? Oder fangen wir mal ganz anders an: Äh, wie ist das denn? Gibt es ne Bundesligakonferenz in, äh … Also, es gibt keine Bundesliga, aber gibt es eine Konferenz im Radio, äh, zu hören?
10:12
In Portugal gibt es keine Konferenz, es, außer an einem Tag, und zwar, das ist der letzte Spieltag. Und da werden also aus, äh, wenn es an dem letzten Spieltag noch um alles geht, Meisterschaft, Abstieg oder sonst was, werden die Mannschaften, bei denen es um alles, äh, geht, spielen praktisch gleichzeitig.
Und, äh, das kann sein, dass dann, wie zum Beispiel jetzt, ähm, däm, im Mai, ähm, hat dann zum Beispiel, da ging es die Meisterschaft, Benfica konnte noch Meister werden, Sporting konnte noch Meister werden und die haben dann also gleichzeitig gespielt und noch n paar andere Spiele nebenher. Das ist das einzige, die einzige Situation, in der praktisch in Portugal es eine Konferenz gibt, weil, äh, ansonsten die großen drei Mannschaften Porto, Sporting und Benfica, ähm, die Spiele alle komplett live übertragen werden. In einer, äh, Live-Berichterstattung im ersten Programm des portugiesischen Radios, aber auch in auf allen anderen großen, äh, Nachrichtensendern in Portugal lauf, läuft diese Radio-, äh, Live-Berichterstattung. Und danach noch die Analyse und die Kommentare. Das Ganze zieht sich zwei Stunden, zweieinhalb Stunden lang, und zwar dreimal, äh, mindestens pro Woche wegen diesen drei großen, äh, Vereinen. Also man hat genügend Radio zum Hören und da ist ja, da kommt ja dann auch dieses berühmte, ist ja mittlerweile auch in Deutschland bekannt, dieses, wenn die n Tor schießen, da kommt dann dieses: „Gooooooooool“.
11:53
Danke schön.Danke, es reicht.Ja, danke.Danke.
11:57
„Redus boooa“.Ring.Ja, das kommt ja dann immer.
12:02
Und ähm …Meine Ohren.
12:05
Und deine Ohren auch, genau. Das ist natürlich ein Klassiker, aber die Konferenz selbst in dem Sinne und das, was das bedeutet, weil das hat ja was mit diesem Samstag zu tun, irgendwie.
Du hast ja gefragt, wie war das früher bei dir? Und bevor ich dich mal ein bisschen reden lasse, weil sonst wird diese Sendung nämlich bei 95,5 enden – äh wollte ich nur sagen: Wichtig war bei mir, ich habe ja Jugendfußball gespielt und die Spiele sind immer so zu Ende gegangen, dass man dann die Bundesliga-Konferenz noch … Ich weiß nicht, ob das Zufall war oder nicht, oder weil wir einfach so schlecht waren, dass wir immer so früh gespielt haben, dass keiner zugucken musste. Ähm Und auf jeden Fall konnten wir die Bundesliga-Konferenz dann hören nach dem Spielen und das war natürlich die Verlängerung dieses ganzen Fußballnachmittages ähm in meiner Jugend.
Super, klasse. Ich äh fand das klasse damals.
12:59
Ja, also ich ähm kann dir sagen, ähm die AR– ich habe es jetzt mal ein bisschen gegoogelt. Ähm Die ARD-Bundesligakonferenz ist mit Abstand das reichweitenstärkste und zugleich einzige frei empfangbare Live-Gesamtberichterstattung der Bundesliga im Audiobereich. Heißt also so viel wie: Äh Es gibt eigentlich kein Sportereignis, was mehr Zuhörer, also gerade wöchentlich hat ähm im deutschen Radio als die Bundesligakonferenz. Und Zahlen dazu gibt es nicht so viel.
Äh Allerdings ähm gibt es bei Wikipedia ein paar. Äh Zum Beispiel in den letzten zwanzig Spielminuten, also in dieser bekannten Konferenz, schalten so zwischen sechs und acht Millionen Hörer ein. Das waren Zahlen noch aus den 2000er-Jahren, ähm aber die haben sich ähm also in der Richtung auch so gehalten. Also das ist schon ordentlich, würde ich fast sagen.
14:06
Absolut.Das ist ’ne ganze ähm menge.Und unter diesen ganzen Hörern sind sicherlich auch ’ne ganze Menge dabei, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk abschaffen wollen.Noch mal an der Stelle.
14:18
Das stimmt allerdings, genau. Und im Vergleich dazu, wenn du dir mal anschaust, früher, also die historischen Sky-Konferenzen, die es ja nicht mehr gibt, weil Sky ja nicht mehr die einzige äh Macht über die Bundesliga hat, ähm die äh lagen so bei 1,1 bis 1,3 Millionen Zuschauern am Samstagnachmittag.
Und da reden wir von Konferenz plus Einzelspiel aggregiert, also beides zusammen. Und ähm so eine Dazn-Konferenz, das sind ja die, die mittlerweile zeigen dürfen, äh sorry, die haben relativ wenig zahlen, aber sagen, dass etwa fünfhunderttausend Zuschauer die Konferenz äh sich anschauen.
15:05
Also man muss natürlich dazu sagen, äh früher war das ja noch mal ganz anders, weil es gab eigentlich im Prinzip nur ein Freitagsspiel und dann gab es am diesen Samstag in dieser Konferenz acht Bundesligapartien. Und da war, ist also im Prinzip, so war das aufgeteilt und für mich auch.
Ich habe freitags immer dieses Freitagabendspiel noch versucht zu verfolgen. Äh Das äh war dann meistens eingebunden in irgend so einer Abendradioshow oder so was mit Rock und Popmusik oder … Und dann haben die mal ab und zu rüber geschaltet. Aber da lag ja praktisch auch die, sagen wir mal, der Ursprung meines journalistischen, meiner journalistischen Karriere ist dort äh begraben, weil ich nämlich mit meinem Bruder zusammen- Begraben? Ja. Äh Ich grab das jetzt gerade auf. Weißt du was … ähm das war so, dass wir dieses Bundesligaspiel am Freitag gehört haben und dann haben wir praktisch äh die äh Kicker-Eilausgabe auf der Schreibmaschine getippt und haben praktisch äh … Das Ergebnis war natürlich am allerwichtigsten, sondern vielleicht ein ganz kleiner Absatz. Es ging nicht so sehr das Schriftliche, das Ausformulieren, sondern eher so, dass das Ergebnis dasteht zu wie im Kicker dann zwei zu eins und dann so ähm äh Burgsmüller eins zu null in der zweienvierzigsten Minute. Das war zweienvierzigsten in Klammern. Das war ganz wichtig: zweiundvierzig, Punkt und dann Klammer zu. Das war der Moment bei mir Freitagabend. Wenn ich diese zweienvierzig gemacht habe mit dem Punkt und in der Klammer, dann war alles gut.
16:41
Und wer hat die Kicker-Eilausgabe dann bekommen?
16:44
Äh Ja, mein Papa natürlich, äh der sich sehr gefreut hat darüber, dass äh jemand außer ihm äh auch noch die Schreibmaschine bedient. Weil das war ja früher immer so, dass wir das immer gehört haben, wie er selber ein äh Hobby-Schriftsteller, würde ich ihn mal bezeichnen, ähm er immer auf der Schreibmaschine rumgehauen hat.
Ja, also an dem Wort „Schreibmaschine selbst kann man schon sagen, aus was für einer Urzeit äh des Medienverhaltens wir kommen.
17:14
Meinst du?
17:15
Wir kommen und wir aufgewachsen sind. Aber das ist ja so ein bisschen die Frage: Hast du äh das aktiv gehört oder hast du es manchmal … Man hat es ja manchmal auch so einfach nebenbei irgendwie, gell?
Oder?
17:26
Ja, also ich hatte da so meine Ups and Downs, muss ich ganz ehrlich sagen. Also ich hatte mal eine Zeit, wo ich sehr, sehr, sehr intensiv die Bundesligakonferenz gehört habe und dann also auch wirklich immer bewusst eingeschaltet habe. Ähm Ja, das ist aber mittlerweile halt auch, wie gesagt, wir hatten das vor ein paar Folgen schon mal darüber, dass irgendwie diese Interesse an Fußball allgemein bei mir ziemlich abgeebbt ist. Ich weiß auch nicht, woran das liegt.Ähm, also ich war auch früher viel mehr on fire, ähm, wenn es ne Europameisterschaft gibt oder ne Weltmeisterschaft, als das mittlerweile der Fall ist.Äh, ich kanns mir ehrlich gesagt auch …Ich werd halt alt.Ich kanns mir nicht erklären, aber, äh, es, es ist irgendwie schon, schon so und, äh, dementsprechend, äh, bin ich auch nicht mehr so für, für, äh, äh, den Fußball zu haben.Wie gesagt, früher war das anders und, äh, ich hab dann halt auch, äh, sehr gerne und da hat sich dann halt meine Karriere, äh, drin begründet.Äh, ich bin dann, äh, früher immer sehr gerne auf n Bolzplatz gegangen, und zwar eigentlich täglich mit, äh, meinen Freunden und wir haben dann da Fußball gespielt gegen irgendwelche Idioten, äh, die gerade, äh, vorbeigekommen sind und, äh, auch Lust hatten, Fußball zu spielen.Und, äh, das war, äh, das war schon, äh, sehr speziell.Und, ähm, ja, es war ne coole Zeit, muss man sagen.
19:02
Absolut. Ne, ich mein, das, was du gesagt hast, äh, trifft bei mir, äh, trifft eigentlich genau ins Mark bei mir auch. Also die Geschichte, dass, dass dieser Overkill, ja, dass, dass ich, äh, auch, äh, absolut gesättigt bin, was den Fußball anbetrifft. Und das liegt ja genau daran, dass man eben, dass eben nicht mehr so konzentriert wahrnimmt.
Äh, es gab ja dann, was weiß ich, Europapokal gab es früher natürlich auch und solche Sachen. Aber, äh, das alles war halt irgendwie konzentrierter. Dann konnte man das im, im Radio hören, danach dann irgendwie, äh, die Sportschau noch gucken und dann Wetten dass…, und dann war der Samstag gelaufen. Ja, also ich habe … also nicht wie Florian Illies, der hat ja davor immer noch gebadet. Florian Illies, du weißt ja, mittlerweile einer von den Mitherausgebern der Zeit. Äh, der hat ja immer vor, äh, vor Wetten dass… noch gebadet. Ich hab ja vorher …
19:56
Das habe ich auch.
19:57
Ja, ich, ja, siehste, da kamt ihr irgendwie ausm, ausm, äh, gleichen …
20:01
Gleichen Haus?Nein.
20:03
Spießigen, hätte ich jetzt fast gesagt, spießigen Haushalt.Äh, bürgerlichen, bürgerlichen, sagen wir mal.
20:09
Ja, das ist aber genau der Punkt und das ist nämlich der interessante Part eigentlich von der Geschichte, wo denn da die Unterschiede liegen, weil ich glaube, dass, äh, das hatten wir ja auch schon des Öfteren, unsere Elternhäuser doch relativ unterschiedlich sind.
20:25
Genau, und das kann ich dir gleich ein Beispiel kurz nur sagen, weil ich hab nämlich zwar Fußball gespielt und dann Fußball gehört und dann Fußball geschaut und Wetten dass..? Und in der Zwischenzeit aber, obwohl ich vorher Fußball gespielt hab, nicht geduscht.
20:38
Ach so, sondern du musstest noch n paar Plakate, äh, malen.Ja, für, gegen die Demo am nächsten Tag.
20:45
Genau, gegen Pershing zwei Stationierung im Ober-, Ober, Oberholmer Wald, genau.
20:50
Da wurden die letzten, da wurden die letzten Betttücher rausgeholt und, äh-
20:54
Nein.
20:56
Und du hast gefragt, „Mama, was ist denn ein AKW?“
20:59
Ja, so siehs aus.
21:02
So wars.
21:02
So wars bei mir und, äh, und deshalb blieb dann natürlich nicht viel Zeit zum Duschen. Nein, äh, das ist jetzt auch übertrieben. Ich hab natürlich schon nachm Fußball geduscht, vor allem weil man ja meistens auf diesen Sandplätzen gespielt hat, die ja so eine Schlamm…, also das ging gar nicht anders, also, äh, wer-
21:20
Aber mit Regenwasser.
21:22
Genau.Entweder war man total zugestaubt oder voll, voller Schlamm.Also da-
21:28
Diese Bolzplätze, das war echt, das war ein Grauen.
21:31
Ja, oder wenn, wenn man dann halt richtig hingefallen ist, dann ist ja, hast ja die Wunde richtig aufgerissen gehabt und dann ist da schön dieser Sand da richtig rein.
21:39
Ja, das war cool.
21:40
Deshalb hast du auch ungefähr alle zwei Monate ne Tetanusspitze reingekriegt, weil …
21:44
Genau.Also andersrum gesagt, wenn du da hingefallen bist, das hat sich echt gelohnt.So.
21:49
Es hat sich gelohnt, genau.
21:50
Das hat sich dann gelohnt.Ja, aber, äh, so im Gegensatz dazu, wie gesagt, war es wirklich bei mir so, dass, äh, ich, ähm, ähm, also so n typischer Samstagabend, äh, der, ähm-
22:01
Jetzt lief, jetzt lief natürlich nicht immer Wetten das..?, ja?Also das ist ja-
22:05
Genau, äh, also da lief auch einer wird gewinnen oder, äh, pfff, was weiß ich. Also i-i– das ist ja auch so n, so n Phänomen, das wird dich wahrscheinlich jetzt nicht so wahnsinnig tangieren, aber ich find es und fand das, äh, in den, äh, Monaten, in denen ich auch in, äh, Redaktionen läng-länger auf Fernseher starren musste, äh, sehr bemerkenswert.
Ähm, Samstagabend, es gibt keine Samstagabendshow mehr, außer Volksmusik oder irgendwelche Schlager, wo halt praktisch wirklich jeder alle zwei Minuten gesungen werden oder, äh, keine Ahnung. Aber es gibt keine, es gibt keine, also so was wie, wie Wetten das..?, beispielsweise, also ne Gameshow, die n ganzen Samstagabend trägt, äh, so was gibt es nicht mehr. Ich würde fast behaupten, äh, wenn man das probieren würde, dann würde das auch funktionieren. Ich kann auch gleich von nem Beispiel erzählen, wo es letztes Wochenende ausprobiert worden ist. Ähm …
23:08
Und zwar?
23:10
Äh, es gab, äh, eine Sendung in der ARD letztes Wochenende, äh, Samstagabend, und zwar hieß das, äh, Tödliches Spiel oder tödlich … Ich kanns auch dann, ich, ich kanns verlinken. Tö–, äh, es war ein Live-Krimi-Dinner.
Es ging also darum, dass, ähm, äh, ein paar Schauspieler, äh, nicht, äh, unnamenhaft, äh, kann ich auch gleich noch mal erzählen, ähm, haben praktisch einen, äh, Krimi gespielt und die Zuschauer mussten erraten, wer der Mörder ist und konnten dann anrufen und konnten sagen, okay, der, der ist n, der ist der Mörder und haben dann halt Geld gewonnen.
23:53
Also so ein bisschen wie, äh, dieses Brettspiel Clueso oder wie hieß noch mal?
23:57
Cluedo heißt das.
23:58
Cluedo, genau, Cluedo.
24:00
Genau, ähnlich wie Cluedo, bloß, äh, halt n bisschen, ähm, umfangreicher.Insofern, als das halt wirklich live gespielt wurde.
Die Schauspieler wussten, was für eine Person sie spielen, aber sie wussten nicht, wer der Mörder ist und ob sie selber der Mörder sind. Und sie hatten kein Skript. Das heißt also, sie haben komplett frei improvisiert und haben halt nur eigentlich wirklich einen Stecker im Ohr gehabt, wo sie halt praktisch gesagt bekommen haben: „Okay, du fällst jetzt oder so was in der Richtung.
24:45
Wird das zur neuen Familiensendung samstagabends? Gibt es da schon Werte zu?
Aber hast du das Gefühl, dass es zumindest als Happening mal etwas, was stärker durchgeschlagen ist gesamtgesellschaftlich über die Leute hinaus insgesamt?
25:07
Also ich sage es mal so: Ich habe gehört, dass die Zahlen, die Einschaltquote muss extrem gut gewesen sein und muss wirklich super gelaufen sein.Ich bin gerade auf der Suche nach Zahlen.
25:26
Ja, während du dann mal ein bisschen recherchierst, weil du weißt ja, wie das bei uns läuft, die ganzen Recherchen laufen ja während der Sendung.Wir haben ja keine …
25:34
Ich habe es schon. Jetzt geht es gerade fatig. Also Einschaltquote lag bei 18%. 3,8 Millionen Menschen haben das gesehen und das ist natürlich schon stark, wenn man echt andere Shows sich dabei anschaut.
Also die Idee ist jetzt nicht wahnsinnig neu, so was zu machen, wer ist der Mörder und so weiter und so fort, aber es war halt vom Aufwand her was sehr cool, sehr gut gemacht. Sie haben sogar ein Intro gedreht mit den einzelnen Leuten. Das andere lief dann praktisch wirklich in so einem Livesetting mit mehreren Zimmern, wo man dann wirklich in mehrere Zimmer schalten konnte. Das ist sicherlich der Versuch, so ein bisschen da wieder anzuknüpfen an diese goldenen Zeiten.
26:28
Die sind natürlich vorbei. Das hat natürlich was damit zu tun, dass seit wir die Bundesliga-Konferenz gehört haben und danach irgendwann baden gegangen sind oder vorher und dann wetten das geschaut haben.
Seitdem ist das Privatfernsehen aufgetaucht und hat damit natürlich ein bisschen, sagen wir mal, diesen gesamtgesellschaftlichen Konsens, was die Berichterstattung, die Unterhaltung, den Sport und sonst was anbetrifft, So ein bisschen umgedreht, ja. Umgedreht oder was? Oder sagen wir mal, in einer gewissen Weise zum Platzen gebracht. Es gibt diesen Konsens nicht mehr. Es gibt einfach keine Sendungen mehr, die alle schauen, sondern das ist sehr stark segmentiert. Die ganz Jungen werden sich so was einfach auch nicht mehr anschauen. Die würden wahrscheinlich auch nicht mehr die Bundesliga-Konferenz … Mittlerweile hören die vielleicht auch nicht mehr die Bundesliga-Konferenz, weil das einfach an denen vorbeikommt. Ich habe da keine Zahlen. Was ich damit sagen will, ist, dass ich halt dieses gesamte Feld, Fußball, aber man kann das übertragen auf Unterhaltungsfernsehen, aber man kann es auch auf Nachrichten übertragen. Da ist natürlich so ein gewisser Overkill drin, weil einfach so viel Angebot da ist, auch dass du halt … Ich meine, früher haben wir ja irgendwie drei Jahre darauf gewartet, dass der nächste James Bond kommt oder so ja. Und jetzt kannst du halt …
28:04
Gut, das machen wir jetzt auch.
28:07
Ja, aber in der Zwischenzeit kannst du halt in 48 Stunden alle gucken, gleichzeitig, und brauchst keinen Videorekord.
Und das segmentiert natürlich den Markt sehr und das hat natürlich gewisse Folgen, dass du nicht mehr auch in der Wahrnehmung, wie du aufgewachsen bist und welche Dinge dich geprägt haben, findest du natürlich wenige Möglichkeiten – das ist so ein tolles Wort auch aus der Sozialwissenschaft – der Verbrüderung.
28:44
Wunderschön. Aber vielleicht kannst du uns ja aus Portugal so einen kleinen Tipp geben: Gibt es denn bei euch, vielleicht hören ja ein paar Fernsehmacher auch zu, hier aus Deutschland.
Vielleicht kannst du uns ja sagen: Gibt es irgendwie ein Samstagabendprogramm, was bei den Portugiesen gesetzt ist, eine Fernse show oder so was? Außer den Lottozahlen jetzt.
29:17
Genau, die Lottozahlen. Nein, auch nicht mehr. Es gibt natürlich diese ganzen Endemol und Shine und keine Ahnung was Produktionen, die halt alles Reality-TV-Talent -Shows und so weiter. Das ist alles das Gleiche, der gleiche Murks, der bei euch ankommt, der hier auch verwurstelt wird.
Es gab tatsächlich eine sehr coole Sendung, die auch meine Kids ziemlich geprägt haben und die so ein bisschen was davon hatte. Die lief, glaube ich, auch immer samstags. Gab es aber nur zwei Staffeln von „Ich weiß nicht, warum es nicht weitergeht. Und die hieß: „I love Portugal.Ja? Okay. Und zwar, äh, ich mein, die Portugiesen sind ja so, was das, den Patriotismus anbetrifft, immer ’n bisschen forscher dabei, ja, als die Deutschen. In Deutschland muss man– Ja, mittlerweile ist es auch anders, aber es hat ja dann immer was Patriotismus, hat er, das geht ja, driftet ja ganz schnell ins Politische einfach ab, ja. Äh, bist du jetzt rechts oder links, kannst du was, bist du radikal oder keine Ahnung. Also das heißt, ich-
30:23
Ich, ich bin mir nicht sicher, was das für ’n Aufschrei geben würde.
30:26
I love Germany.
30:27
Wenn hier, ja, oder ich liebe Deutschland.
30:30
Genau.
30:30
In der Sendung von ARD oder ZDF von daher, aber ich bin auf den Inhalt gespannt.
30:34
Ja, aber da ging es, das war praktisch ’n Quiz, ja. Und es gab eigentlich, es gab feststehende Mannschaften, ja, die vorher zusammengesetzt, irgendwelche Promis, Halbpromis, keine Ahnung. Ähm, und es war ’ne Wissensshow im Prinzip. Du hast halt Wissen abgefragt über Portugal, was weiß ich, wann war, wer, wer hat die Schlacht, äh, dreizehnhundertdreiundachtzig gegen die Spanier gewonnen und so weiter. Und wo war das? Ähm, und, äh, aber halt auf eine Art und Weise präsentiert, die halt extrem witzig war. Es gab zwei Teams, äh, wie gesagt, die gegeneinander gespielt haben, die konnten dann untereinander noch so wählen, wer was beantwortet und sonst was. Und ich mein, die Show hat einfach davon gelebt, dass da, äh, drei, äh, zwei oder drei, äh, hervorragende, äh, Showmaster einfach im Spiel waren. Die Leute, die aus, aus’m, aus’m Radio kamen, klar, was sonst, ne? Äh, und, äh, richtig, richtig gut waren super lustig und halt extrem ironisch auch, wie diesem ganzen Thema, das auch so ironisch behandelt haben, diesen Patriotismus, ohne dass in dieser Ironie das irgendwie verletzend gewesen war für den Patriotismus selbst.
Also es ist, es ist also schon überzeugt, ja, äh, das ist unsere Geschichte, das ist, äh das, worauf wir stolz sein können, auf die Rockmusik Portugals in den achtziger Jahren und keine Ahnung, mitgegangen und, und sonst was. Gab ’ne Liveband noch dabei und so weiter. Und also, ähm, aber es war etwas, was natürlich allein schon wegen dem Thema und, äh, wegen diesem Titel, äh, glaube ich, Leute aus allen Gesellschaftsschichten irgendwie vor’n Fernseher auch gebracht hat. Ähm, das war jetzt nicht unbedingt ’n Tipp oder ’ne Empfehlung für Deutschland, weil ich glaub, das wird einfach schwierig. Da musst du erst mal vorher in Deutschland ’n Disclaimer setzen.
32:22
Ja, das geht, äh, glaube ich, arg nach hinten los. Ähm, von daher ist es wahrscheinlich schwierig, so was, äh, nach Deutschland zu portieren.
Grundsätzlich halte ich’s für eine, für ’ne witzige Show, ja. Also-
32:35
Genau.
32:35
Ja, bestimmt.
32:36
Aber noch mal abschließend, also noch mal oder noch mal zurückkommend auf diese, auf diese Bundesliga-Konferenz, auf diese Geschichten. Ich mein, man kann natürlich sagen, es war nicht so viel Vielfalt da und das, äh, das, das bedeutet ja nicht unbedingt, dass dadurch das Leben oder sagen wir mal, äh, die Wahrnehmung des Lebens oder der, die Öffentlichkeit besser war oder schlechter war.
Ähm, es ist natürlich schon so, dass Vielfalt, eh, natürlich auch und vor allem auch, äh, sagen wir mal, Medienhäuser, die eben nicht, äh, öffentlich-rechtlich sind, sondern privat sind, die bringen natürlich auch andere, äh, Blickwinkel drauf, äh, die, die bilden das alles gesamter ab. Aber was natürlich, was, was wir, glaub ich, nicht von der Hand weisen können, ist, dass durch diese Zersplitterung auch des öffentlichen Raums in den Medien, sei es die Fußballkonferenz, sei es, äh, Wetten, dass…, die Samstagabendshow, sei es sonst was, ähm, dadurch natürlich auch, ähm, die Polarisierung der Gesellschaft stärker vorangetrieben werden kann, weil sich jeder halt einfach seine eigene kleine Nische aussucht und dann die Räume, in denen, ähm, irgendwie über die Gegenwart verhandelt werden, darüber gesprochen wird, äh, und eben diese Verbrüderungsmomente da, da sind, wo dann eben einer sagt, egal ob er jetzt, äh, äh, links ist oder rechts ist oder sonst was, sagt er, „Ich hab die Show da gesehen, das war doch klasse“. Und dann sagst du, ja klar. Und da kann man dann ab da dann anfangen zumindest, äh, so miteinander auch über andere Sachen sich zu streiten, ohne den Respekt vor einander zu verlieren. Und das, äh, deshalb glaube ich, sollten wir zwangsverpflichtend die Bundesliga-Konferenz wieder einführen und alle Pay-TV-Sender weltweit abschaffen.
34:25
Sehr gut. Oder halt einfach auf kostenlos stellen. So, das ging auch. Einfach Paywall weg und dann wären wir auch zufrieden.
Ich mein, äh, also es gibt zwei Gründe, mit so ’nem positiven Ende sollten wir auf jeden Fall aus, äh, dieser Folge rausgehen und zweitens, äh, wurde gerade nach mir gerufen, das Badewasser ist jetzt eingelassen. Ich müsste mich jetzt langsam verabschieden, Samstagabend. Jetzt kommt die Badewanne und danach, äh-
34:52
Videorekorder und eine alte Wetten, dass?-Sendung.
34:55
Schau ich mir noch mal auf VHS eine alte Wetten, dass?-Folge an.
34:58
Frank Elstner oder Gottschalk?Ähm.
35:01
Nee, mit dem, mit dem, äh, na, wie heißt er?Ach.
35:04
Der zwischendrin.
35:05
Genau.Und es war nicht, nicht Lanz.
35:08
Nee.Den haben wir vergessen.
35:10
Den haben wir vergessen.Wie hieß er denn?
35:14
Es will keiner mehr wissen.Jörg Pilawa.
35:18
Natürlich nicht.Und der hat ja auch keine Zeit.Der ist ja mittlerweile, äh, Wolfgang Lippert.
35:23
Lippert, so sieht’s aus.
35:25
Wolfgang, mit Wolfgang Lippert schaue ich mir natürlich eine Wetten, dass?-Folge an.Das waren noch Zeiten damals.Da war er noch jung und frisch.So, also-
35:33
Henning.
35:33
Das Badewasser ruft.Ich sag danke.
35:36
Ich sag auch, ich geh jetzt noch auf den Bolzplatz.
35:41
Hier ist schon dunkel.Hatte bei dir dieser Bolzplatz Licht?Bei mir nicht.
35:45
Nee, kein, aber wir haben ja noch, hier ist noch hell.
35:49
Ach so, ja gut.Bei euch, geht sie jetzt wahrscheinlich surfen oder so.
35:53
Genau.
35:53
Also das war eine neue Ausgabe auf zwei Bier.Ich hoffe, es hat ’n bisschen gefallen.Die nächste wird der Jahresrückblick.Ich bin schon ganz gespannt.Bis dahin alles Gute und haltet die Ohren steif.
36:07
Macht’s gut.Tschüss.
36:09
Tschau.


